Ein temporeiches und niveauvolles Handballspiel bekamen die zahlreichen Zuschauer am Samstag im Schulzentrum zu sehen. Dort gastierte die TG Biberach in einem weiträumigen Derby.

Nach einer katastrophalen Leistung vergangene Woche in Friedingen, musste eine deutliche Steigerung jeder einzelnen Spielerin her, um auch nur eine Chance gegen die TGB zu haben. Denn dass die Mannschaft von Trainer Florian Nowack auch ohne Harz spielen kann, zeigte sie schon letzte Saison, als sie zu Gast waren und einen Sieg mitnehmen konnten. Außerdem war die TG das Wochenende zuvor spielfrei und konnte sich daher gezielt auf ein harzfreies Spiel vorbereiten.

Hochkonzentriert und mit einer deutlich klareren Spielweise im Angriff, gestaltete sich die erste Halbzeit als ausgeglichen. Es war eine Partie auf Augenhöhe und beide Mannschaften zeigten durch schöne Aktionen ihr Können. Nach minutenlangem hin und her auf der Anzeigetafel konnte man sich kurz vor der Halbzeit einen kleinen Vorsprung erspielen, sodass es mit einer 13:12 in die Pause ging.   

Nachdem Seitenwechsel jedoch gab es einen kleinen Einbruch und  man konnte nicht gleich an die Leistung aus der ersten Halbzeit anknüpfen, was Biberach nutze um rund 20 Minuten vor Ende die Führung nochmals zu übernehmen. Diese behielt sie bei, bis Anja Stegmann zweiundhalb Minuten vor Ende den Ausgleich zum 22:22 erzielte. Danach befanden sich die Burlafinger für den Rest des Spieles nur noch in der Abwehr und verteidigten fast schon grandios. Biberach hatte in der Zeit mehrere Würfe aufs Tor aber die Abwehr stand zu kompakt. Daraufhin nahm der Gästetrainer 20 Sekunden vor Schluss nochmals die grüne Time-Out-Karte um einen Masterzug zu planen.  Burlafingen aber blieb konzentriert und behielt die Nerven, wodurch die TG keinen weiteren Treffer mehr erzielen konnte. Beide Mannschaften kämpften bis zum Ende mit fairen Mitteln, dass man sich am Ende mit einem verdienten Unentschieden trennte.

Das gesamte Spiel war geprägt durch ein hohes Tempo und nur wenig Fehlern auf beiden Seiten. Pfeiffer lobte das Rückzugsverhalten und schnelle Umdenken seiner Mädels und kann auch mit der guten Torausbeute zufrieden sein.